Gianni Poretti

Gianni Poretti wurde am 9. Mai 1946 in Lugano geboren.
Nach seiner Ausbildung als Industrieglasbläser widmet er sich der Glasmalerei und schafft zahlreiche in Blei eingefasste Kunstverglasungen für Kirchen und öffentliche Gebäude. 1990 besucht er Kurse im Fusing in Bergamo und Mailand. Diese neue Technik führt ihn in abruptem Übergang zu den ungegenständlichen Glasskulpturen.
Der Künstler setzt sich seit 1997 mit dem Prozess der Verwandlung der Materie auseinander. In seinen Tondi und Steli schmilzt er Glas mit Oxyden, mit Leicht- und Edelmetallen. Er schöpft seine Inspiration aus der Weltenbildung und –zerstörung durch Explosionen und Meteoriten, aus der ewigen Bewegung und Verwandlung des Wassers und aus den archaischen Formen des Lebens im See- und Meeresgrund.
Im Jahre 2001 präsentiert er den Zyklus «3 d». Es sind dreidimensionale Skulpturen, welche nach dem dritten Schmelzprozess entstehen. In den neuesten Werken verzichtet Poretti auf die geometrische Form und schafft die Zyklen «Trasparenze», «N-F» (Non-Forme), «Volume», «Oltre». Es sind Volumen gezeichnet von unvorhersehbaren Auskragungen, Konkavitäten und Konvexitäten mit verführerischen Farbeffekten, entstanden nach vier bis fünf Fusionen.
Neben dem Schaffen und den zahlreichen Reisen beginnt im Jahre 1997 für den Glaskünstler eine intensive Ausstellungsaktivität im Tessin, in Basel, Genua, Nizza, Wien, Barcelona, welche im Jahre 2002 mit einer Einzelausstellung im archäologischen Museum des Schlosses Visconteo in Locarno und im Sommer 2004 mit einer Einladung für eine Einzelausstellung im Schweizer Glasmalereimuseum in Romont gekrönt wird. Seine Werke befinden sich in privaten und folgenden öffentlichen Sammlungen: Tessiner Kantonalbank, Gemeinde Canobbio, Stadt Lugano, Museo Castello Visconteo, Schweizer Glasmalereimuseum Romont.
Gianni Poretti lebt und arbeitet in Canobbio, Schweiz.











